Nährstoffkreisläufe zwischen Stadt
und Land schließen

Das in RUN vorgesehene Nährstoffrecycling und der Weg zu einem regional geschlossenen Kreislauf ist komplex. Ausgangspunkt sind die "Grundmaterialien" häuslicher Bioabfall und häusliche Abwässer (rechts oben in der Grafik):

  1. Rein häusliches Abwasser, d.h. nicht industriell oder gewerblich belastet, wird über Ableitungsrohre aus einem Wohnquartier abgeführt und gesammelt. Ebenso wird der Bioabfall über Entsorgungsunternehmen eingesammelt. So wird das Rohmaterial für die Aufarbeitung bereitgestellt.

  2. In der Pilotanlage - einer extra für diese Zwecke entwickelte Behandlungsanlage - werden  Küchenabfälle und Abwasser aufbereitet und unter strengen Kriterien weiterverarbeitet. Am Ende des Recyclingprozesses sind die Nährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) in ihrer reinen Form aus den Abfallstoffen herausgefiltert und zu anderen Recycligprodukten weiterverarbeitet worden. Hier fehlt noch was zur organischen Fraktion. Da unter 3 auch Dünger auftaucht, müssen hier die Vorstufen für die „organischen“ Endprodukte angeführt werden.

  3. Als Endprodukte werden hochwertige Design-Dünger, Pflanzenkohle und Bioplastik, z.B. für die Verwendung als Silagefolie hergestellt werden. In landwirtschaftlichen Betrieben in der Nähe der Pilotanlage können diese Produkte wieder für die Erzeugung von Nahrungsmitteln oder Futtermitteln eingesetzt werden.

  4. Gemüse, Getreide und viele andere Nahrungsmittel aus dieser Produktionskette werden auf regionalen Wochenmärkten angeboten. Über die lokale Abwasser- und Biomüllentsorgung gelangen die Nährstoffe über das Recycling von Reststoffen wieder zurück in den Nährstoffkreislauf.

(c) RUN 2019

RUN - RURAL URBAN NUTRIENT PARTNERSHIP

Nährstoffgemeinschaften für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Universität Hohenheim

Forschungszentrum für Globale Ernährungssicherung und
Ökosysteme (GFE)

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