RUN-Workshop mit Landwirt*innen

Das Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim (ILB) veranstaltete am 18.02.2020 einen Workshop mit 18 Landwirt*innen aus der näheren Umgebung des Patrick-Henry-Villages (PHV) in Heidelberg.

Ziel des Workshops und der dort durchgeführten Befragung war es, die Teilnehmer*innen über das RUN-Projekt zu informieren und etwas über ihre Ansichten und Einstellungen zum möglichen Einsatz von Design-Düngemitteln aus häuslichem Abwasser und Küchenabfällen zu erfahren. Dies sind die ersten Ergebnisse. Die Mehrheit steht der Idee, Nährstoffe aus häuslichem Abwasser und Küchenabfällen zu gewinnen, positiv gegenüber.

Mehrheit sieht Kreislaufidee positiv

Insgesamt fast drei Viertel der Landwirt*innen können sich einen Einsatz von Design-Düngemitteln auf ihrem Betrieb vorstellen. Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um Design-Düngemittel langfristig und regelmäßig anzuwenden, sind nach Aussagen der anwesenden Landwirt*innen:

 

  • Wirtschaftlichkeit

  • gleichbleibende Qualität und die (kontinuierliche) Verfügbarkeit der Düngemittel

  • Rechtssicherheit

  • Praxistauglichkeit

  • Für Biobetriebe ist die Zulassung für den ökologischen Landbau wesentlich.

  • Der Einsatz von Design-Düngemitteln muss gesellschaftlich akzeptiert sein.

 

Probleme hinsichtlich der Akzeptanz des Einsatzes von Design-Düngemitteln werden am ehesten bei Kund*innen im Direktvertrieb gesehen. Als wichtigste Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung eines Düngemittels werden die Qualität und der Preis genannt, wobei die Qualität als wichtiger erachtet wird als der Preis. Laut Workshop-Teilnehmer*innen gibt es mögliche Gründe, die gegen eine Nutzung von Design-Düngern sprechen:

  • zu hoher Preis

  • Unklarheit bezüglich möglicher Rückstände

  • ungeklärte Haftungsfragen bei möglichen Schadenseintritten

  • unzureichende Praxistauglichkeit

  • schlechte Pflanzenverfügbarkeit

Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre
der Universität Hohenheim (ILB)

Pressemiteilung

06.05.2019

Am 6. Mai 2019 traf sich das RUN-Projektkonsortium erstmals in offizieller Mission zum Startschuss des Projekts. Lesen Sie die Pressemitteilung von RUN zum offiziellen Kick-off.

RUN - RURAL URBAN NUTRIENT PARTNERSHIP

Nährstoffgemeinschaften für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Universität Hohenheim

Forschungszentrum für Globale Ernährungssicherung und
Ökosysteme (GFE)

Wollgrasweg 43, 70599 Stuttgart

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Ansprechperson:

Yvonne Zahumensky

Email: yvonne.zahumensky@uni-hohenheim.de

Tel.: +49711 459 22632

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RUN Konsortium Mai 2019